Vorbeugende Wartung für Zentralschmiersysteme: Integrität von Pumpe, Leitung und Messgerät

Technical analysis: Centralized lubrication system maintenance: pump inspection, line purging, and metering device verif

1. Geltungsbereich und Zweck

In diesem Leitfaden wird ein wichtiges vorbeugendes Wartungsverfahren für Zentralschmiersysteme beschrieben, wobei der Schwerpunkt auf der Pumpeneinheit, den Verteilerleitungen und den Messgeräten liegt. Dieses Verfahren ist auf Industriemaschinen anwendbar, die Einleitungs-Parallel-, Einleitungs-Progressiv- und Zweileitungs-Schmiersysteme in Fertigungs-, Verarbeitungs- und Montagebetrieben auf dem US-amerikanischen/britischen Markt verwenden. Der Hauptzweck dieser Wartung besteht darin, eine optimale Schmierstoffversorgung sicherzustellen, vorzeitigen Komponentenverschleiß zu verhindern, ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren und die Betriebslebensdauer kritischer Produktionsanlagen zu verlängern.

Regelmäßige Inspektionen und Verifizierungen dieser Komponenten sind zwingend erforderlich, um die Systemintegrität aufrechtzuerhalten, katastrophale Ausfälle aufgrund unzureichender Schmierung zu verhindern und die betriebliche Effizienz aufrechtzuerhalten, was sich direkt auf die Gesamtanlageneffektivität (OEE) und den Return on Investment (ROI) auswirkt. Dieses Protokoll sollte während geplanter Ausfallzeiten oder als Teil eines vierteljährlichen vorbeugenden Wartungsprogramms oder unmittelbar nach der Erkennung von Anomalien im Schmiersystem implementiert werden.

2. Sicherheitsvorkehrungen

WARNUNG: GEFÄHRLICHE ENERGIE UND MATERIALIEN VORHANDEN. DIE NICHTBEACHTUNG DER SICHERHEITSPROTOKOLLE KANN SCHWERE VERLETZUNGEN ODER TOD FÜHREN.

  • LOCKOUT/TAGOUT (LOTO): Bevor Sie mit Arbeiten am Schmiersystem beginnen, stellen Sie sicher, dass die Hauptstromquelle der Maschine und der Schmierpumpeneinheit gemäß den Standards OSHA 29 CFR 1910.147 und NFPA 70E stromlos, gesperrt und gekennzeichnet ist. Überprüfen Sie den Nullenergiezustand mithilfe eines kalibrierten Spannungsdetektors.
  • PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG (PSA): Zur obligatorischen PSA gehören eine nach ANSI Z87.1 zertifizierte Schutzbrille mit Seitenschutz, chemikalienbeständige Handschuhe (z. B. Nitril, Neopren), ölbeständige Arbeitsstiefel (ASTM F2413) und langärmelige Kleidung, um Hautkontakt mit Schmiermitteln zu verhindern. Je nach Umgebungsgeräuschpegel kann ein Gehörschutz (z. B. Ohrenschützer, Ohrstöpsel) erforderlich sein.
  • DRUCKSYSTEME: Zentralschmiersysteme arbeiten unter erheblichem Druck. Stellen Sie vor dem Trennen von Leitungen oder Komponenten sicher, dass der Systemdruck sicher entlastet ist. Verwenden Sie geeignete Manometer und befolgen Sie die Herstellerrichtlinien zur Druckentlastung. Öffnen Sie NIEMALS eine unter Druck stehende Leitung.
  • HEISSE OBERFLÄCHEN: Schmierpumpen und -leitungen können während oder unmittelbar nach dem Betrieb heiß sein. Sorgen Sie für eine ausreichende Abkühlzeit oder verwenden Sie hitzebeständige Handschuhe, wenn sofortige Arbeiten unumgänglich sind.
  • RUTSCHGEFAHR: Schmierstoffe sind rutschig. Beseitigen Sie verschüttete Flüssigkeiten sofort mit absorbierenden Materialien, um Rutsch-, Stolper- und Sturzgefahren zu vermeiden. Entsorgen Sie Abfallmaterialien gemäß den örtlichen Umweltvorschriften.
  • CHEMISCHE EXPOSITION: Einige Gleitmittel können Hautreizungen oder Atemwegserkrankungen verursachen. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen. Informationen zu spezifischen Handhabungs- und Erste-Hilfe-Anweisungen finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDB) aller im System verwendeten Schmierstoffe.

3. Erforderliche Werkzeuge und Materialien

Werkzeug-/Materialname Spezifikation Menge
Drehmomentschlüssel 1/4-Zoll- bis 1/2-Zoll-Antrieb, Bereich 5–100 Nm (3,7–73,8 ft-lbs), kalibriert nach ASME B107.14 1
Steckschlüsselsatz Metrisch (8–19 mm) und imperial (5/16–3/4 Zoll). 1 Satz
Maul-/Ringschlüsselsatz Metrisch (8–22 mm) und imperial (5/16–7/8 Zoll). 1 Satz
Verstellbarer Schraubenschlüssel Mindestens 10" (250 mm). 1
Manometer-Kit 0–400 bar (0–5800 psi), 0,5 % Genauigkeit, ISO 9001 kalibriert, geeignet für Fett/Öl 1
Multimeter True RMS, CAT III 600 V, Fluke 179-Äquivalent 1
Schmierstoff-Probenset Flaschen, Etiketten und geeignete Probenahmepumpe reinigen 1 Bausatz
Fusselfreie Putzlappen Industriequalität Nach Bedarf
Saugfähige Pads/Granulat Zur Eindämmung verschütteter Flüssigkeiten Nach Bedarf
Fettpresse (manuell/angetrieben) For priming/refilling, compatible with system lubricant 1
Digitalkamera/Smartphone Zur Dokumentation 1
Inspektionsspiegel mit LED Flexibler Schaft 1
Behälter für überschüssiges Schmiermittel Versiegelt, deutlich gekennzeichnet 1
Neues Schmiermittel OEM recommended viscosity/grade (e.g., ISO VG 220, NLGI 2), quantity as per system capacity Nach Bedarf
Ersatzfilter OEM-Spezifikation (z. B. 10 Mikron absolut) Nach Bedarf
Gewindedichtmittel/Klebeband PTFE-Band oder anaerobes Dichtmittel (mittlere Festigkeit, kompatibel mit Schmiermittel) Nach Bedarf

4. Checkliste für die Inspektion vor der Wartung

Artikel Überprüfen Kriterien für Annahme/Ablehnung Notizen
Füllstand des Schmiermittelbehälters Überprüfen Sie den Füllstand anhand des Schauglases/Sensors. Innerhalb von 75–90 % der maximalen Kapazität. Niedriger Füllstand weist auf Verbrauch oder Undichtigkeit hin; Bei Überfüllung besteht die Gefahr einer Belüftung.
Zustand des Schmiermittels Führen Sie eine Sichtprüfung auf Verfärbung, Verunreinigung und Wasseremulsion durch. Klare, gleichmäßige Farbe, frei von Partikeln, kein milchiges Aussehen. Eine Verfärbung/Emulsion weist auf Zersetzung oder Wassereinbruch hin.
Äußere Inspektion der Pumpeneinheit Auf Undichtigkeiten, ungewöhnliche Geräusche/Vibrationen und lockere Anschlüsse prüfen. Keine sichtbaren Undichtigkeiten, reibungsloser Betrieb, alle Befestigungselemente fest. Undichtigkeiten deuten auf ein Versagen der Dichtung hin; Geräusche/Vibrationen signalisieren Lagerverschleiß oder Kavitation.
Hauptverteilungslinien Auf physische Schäden, Knicke, Korrosion und ungesicherte Abschnitte prüfen. Die Leitungen sind intakt, frei von Beschädigungen, ordnungsgemäß abgestützt/gesichert, keine Anzeichen von äußerer Korrosion. Beschädigte Leitungen führen zu Undichtigkeiten oder Verstopfungen.
Sekundäre Verteilungsleitungen Auf physische Schäden, Knicke, Undichtigkeiten an Anschlüssen und ungesicherte Abschnitte prüfen. Leitungen sind intakt, frei von Beschädigungen, ordnungsgemäß verlegt, keine Undichtigkeiten an den Anschlüssen. Leckagen an Armaturen sind eine häufige Ursache für Schmierstoffverlust.
Messgeräte/Injektoren Führen Sie eine Sichtprüfung auf äußere Undichtigkeiten, fehlende Zyklusanzeigen und physische Schäden durch. Keine sichtbaren Undichtigkeiten, Zyklenstifte (sofern vorhanden) vorhanden und beweglich, Gehäuse intakt. Äußere Lecks deuten auf einen internen Dichtungsfehler hin.
Elektrische Anschlüsse Überprüfen Sie die Integrität der Verkabelung, Leitungen und Sensoranschlüsse. Die Verbindungen sind fest, die Isolierung intakt, keine freiliegenden Leitungen. Lose Verbindungen können zu Unterbrechungen des Betriebs oder elektrischen Störungen führen.
Druckmessgeräte/Sensoren Überprüfen Sie den Druck auf physische Schäden, löschen Sie die Messwerte und vergleichen Sie den tatsächlichen mit dem erwarteten Druck. Die Messgeräte sind intakt, lesbar und zeigen im Systembetrieb einen konstanten Druck an. Beschädigte Messgeräte liefern unzuverlässige Daten.
Filter/Siebe Auf äußere Verstopfungen und Schäden am Gehäuse prüfen. Keine sichtbaren Fremdkörper, Gehäuse intakt. Äußere Verstopfungen können auf eine schwere Verschmutzung hinweisen.

5. Schritt-für-Schritt-Anleitung

5.1. Systemisolierung und Druckentlastung

  1. Leiten Sie das LOTO-Verfahren für die Hauptmaschinerie und die Stromversorgung der Schmierpumpe ein. Nullenergie überprüfen.
  2. Suchen Sie das Druckentlastungsventil des Systems oder eine gleichwertige Druckentlastungsstelle.
  3. Öffnen Sie langsam das Überdruckventil, um den Restdruck abzulassen. Beobachten Sie das Manometer, bis es 0 bar (0 psi) anzeigt.
    Häufiger Fehler: Eine schnelle Druckentlastung kann Systemkomponenten beschädigen oder Schmiermittel unkontrolliert freisetzen.
  4. Schließen Sie das Überdruckventil, sobald der Druck abgebaut ist.

5.2. Inspektion und Verwaltung des Schmiermittelbehälters

  1. Öffnen Sie den Tankdeckel oder die Zugangsklappe.
  2. Untersuchen Sie das Innere des Behälters mithilfe eines Inspektionsspiegels und einer LED-Leuchte visuell auf Schlamm, Sedimente, Wasseransammlungen oder Fremdkörper.
  3. Bei vorhandener Verunreinigung den Behälter vollständig entleeren. Fangen Sie überschüssiges Schmiermittel zur ordnungsgemäßen Entsorgung in einem verschlossenen, deutlich gekennzeichneten Behälter auf.
  4. Reinigen Sie das Innere des Behälters mit fusselfreien Lappen. Vermeiden Sie die Einführung von Reinigungslösungsmitteln, die nicht mit dem Schmiermittel kompatibel sind.
  5. Ersetzen Sie den Entlüftungsdeckel des Behälters, wenn er verstopft oder beschädigt ist. Um eine Kontamination durch die Luft zu verhindern, wird ein 5-Mikron-gefilterter Entlüfter empfohlen.
  6. Füllen Sie den Behälter bis zur Obergrenze des Schauglases (ca. 90 % Kapazität) mit dem vom Erstausrüster angegebenen Schmiermittel (z. B. ISO VG 220-Mineralöl, NLGI 2-Lithiumkomplexfett) auf.
    Häufiger Fehler: Das Mischen inkompatibler Schmierstoffe kann zu einer Verdickung, Gelierung oder Ausfällung des Additivs führen und so zu Systemblockaden führen.

5.3. Inspektion der Schmierpumpeneinheit

  1. Externe Integritätsprüfung: Stellen Sie sicher, dass alle Befestigungsschrauben befestigt sind. Stellen Sie bei Pumpen, die über Vibrationshalterungen befestigt sind, sicher, dass die Halterungen intakt und nicht beschädigt sind.
  2. Filteraustausch: Suchen Sie den Einlassfilter (Ansaugsieb) und den Druckleitungsfilter. Vorsichtig entfernen und prüfen. Wenn es verschmutzt ist, ersetzen Sie es durch ein neues Filterelement, das den OEM-Spezifikationen entspricht (z. B. 10 Mikron absolute Filterung für Hydrauliköle, 250 Mikron für schwere Fette). Schmieren Sie neue Filterdichtungen vor dem Einbau immer mit sauberem Systemschmiermittel. Ziehen Sie die Schrauben des Filtergehäuses mit 15–20 Nm (11–14,8 ft-lbs) an.
    Häufiger Fehler: Die Wiederverwendung verschmutzter Filter oder die Verwendung falscher Mikrometerwerte kann zu Kavitation der Pumpe oder Verstopfungen im Abwärtsbereich führen.
  3. Überprüfung des Überdruckventils: Falls zugänglich, betätigen Sie vorsichtig die Handbetätigung (falls vorhanden) am Überdruckventil, um eine freie Bewegung sicherzustellen. Führen Sie eine Sichtprüfung auf äußere Lecks oder Beschädigungen durch.
  4. Motor- und Kupplungsinspektion (falls zutreffend): Überprüfen Sie bei Pumpen mit Elektromotorantrieb die Kühlrippen des Motors auf Verstopfungen und die elektrischen Anschlüsse des Motors auf festen Sitz. Prüfen Sie bei Pumpen mit Kupplungen auf Verschleiß, Fehlausrichtung oder übermäßiges Spiel. Stellen Sie sicher, dass der Kupplungsschutz vorhanden ist.
  5. Leckprüfung: Achten Sie besonders auf Pumpenwellendichtungen, Verteileranschlüsse und Druckanschlussanschlüsse. Auslaufendes oder sichtbares Schmiermittel ist nicht akzeptabel.

5.4. Überprüfung der Integrität der Verteilungsleitung

  1. Sichtprüfung: Überprüfen Sie systematisch alle Haupt- und Nebenverteilungsleitungen. Achten Sie besonders auf Bereiche, die anfällig für Vibrationen, Biegungen oder äußere Beschädigungen sind. Achten Sie auf Knicke, Abflachungen, Abrieb oder Anzeichen von Undichtigkeiten (z. B. Schmiermittelrückstände, Flecken). Dokumentieren Sie eventuelle Befunde mit Fotos.
  2. Unterstützung und Klemmung: Stellen Sie sicher, dass alle Leinen ordnungsgemäß unterstützt und geklemmt sind, um Bewegungen und Scheuern zu verhindern. Ersetzen Sie alle losen Klemmen oder ziehen Sie sie fest. Die Einhaltung der Richtlinien ASME B31.1 (Power Piping) oder B31.3 (Process Piping) für Rohrhalterungen wird empfohlen.
  3. Überprüfung des Montagedrehmoments: Überprüfen Sie mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel das Drehmoment zugänglicher Klemmringverschraubungen, Bördelverbindungen und NPT-Verbindungen.
    Typische Drehmomentwerte (genaue Zahlen finden Sie im OEM-Handbuch):
    • 1/4" NPT: 20–25 Nm (14,8–18,4 ft-lbs)
    • 3/8" NPT: 40-50 Nm (29,5-36,9 ft-lbs)
    • 1/2" NPT: 60-75 Nm (44,3-55,3 ft-lbs)
    • Ziehen Sie Klemmverschraubungen fest, bis Sie einen leichten Widerstand spüren, und drehen Sie sie dann um eine weitere 1/4 bis 1/2 Umdrehung. Vermeiden Sie ein zu festes Anziehen.

    Häufiger Fehler: Zu festes Anziehen von Anschlüssen kann zum Abisolieren von Gewinden oder zum Reißen von Bauteilen führen; Zu geringes Anziehen führt zu Undichtigkeiten.
  4. Leitungsspülung (falls erforderlich): Wenn die Leitungen getrennt wurden oder das System offen war, ist möglicherweise Luft eingedrungen. Spülen Sie die Leitungen, indem Sie die Pumpe manuell betätigen, bis klares, luftfreies Schmiermittel aus einem offenen Ende austritt, oder gemäß dem OEM-Verfahren. Befolgen Sie bei progressiven Systemen die Zyklusanzeige, um sicherzustellen, dass alle Leitungen entlüftet sind.

5.5. Überprüfung von Messgeräten

  1. Sichtprüfung: Jedes Dosiergerät (z. B. Injektor, Verteilerventil, Kolbenverteiler) sollte einer Sichtprüfung auf äußere Lecks und physische Schäden unterzogen werden.
  2. Prüfung der Zyklusanzeige (Progressivsysteme): Bei Progressivverteilern betätigen Sie das System manuell (sofern eine manuelle Pumpe oder ein Testknopf verfügbar ist) oder lassen Sie die Hauptpumpe vorübergehend laufen. Beachten Sie den Zyklusanzeigestift an jedem Abschnitt. Der Stift sollte bei jedem Zyklus reibungslos aus- und einfahren. Wenn der Zyklus nicht funktioniert, deutet dies auf eine Blockierung oder einen internen Komponentenfehler hin.
    Visuelle Anzeige: Sanfte, gleichmäßige Bewegung des Anzeigestifts.
  3. Ausgabeüberprüfung: Trennen Sie die Auslassleitung von einer repräsentativen Stichprobe von Messgeräten. Sammeln Sie mehrere Zyklen Schmiermittel in einem Messbehälter. Vergleichen Sie die gesammelte Menge mit der angegebenen Leistung des Dosiergeräts.
    Akzeptable Kriterien: Ausgabe innerhalb von +/- 10 % des vom OEM angegebenen Volumens. Wenn ein Dosiergerät beispielsweise für 0,1 cm³/Hub ausgelegt ist, sollte die tatsächliche Leistung zwischen 0,09 cm³ und 0,11 cm³ liegen.
  4. Bypass-/Blockierungstest (falls zutreffend): Einige Systeme verfügen über druckaktivierte Bypässe oder Blockierungsanzeigen. Stellen Sie sicher, dass diese gemäß den OEM-Richtlinien ordnungsgemäß funktionieren.
  5. Test auf interne Dichtungslecks (für nicht-progressive Injektoren): Wenn ein Injektor Anzeichen einer externen Undichtigkeit aufweist, deutet dies typischerweise auf einen internen Dichtungsfehler hin, der ausgetauscht werden muss. Bei kritischen Anwendungen kann ein Druckhaltetest mit Spezialgeräten durchgeführt werden, um einen internen Bypass zu erkennen.
  6. Wiederanschließen: Schließen Sie alle Leitungen wieder an die Messgeräte an und achten Sie dabei auf die richtige Ausrichtung und das richtige Drehmoment.

6. Checkliste für die Überprüfung nach der Wartung

Test Erwartetes Ergebnis Tatsächlich Bestanden/Nicht bestanden
Wiederbelebung des Systems Die Stromversorgung der Maschinen und der Schmierpumpe wurde ohne Fehler wiederhergestellt.
Erster Pumpenbetrieb Pumpe startet reibungslos, arbeitet leise, erreicht Systemdruck.
Systemdruckstabilisierung Der Systemdruck stabilisiert sich innerhalb des vom OEM angegebenen Bereichs (z. B. 200–250 bar / 2900–3625 psi).
Leckerkennung (visuell) Keine sichtbaren Lecks an Pumpe, Behälter, Leitungen oder Messgeräteanschlüssen.
Funktion des Messgeräts Alle sichtbaren Zyklusanzeigen der Messgeräte funktionieren ordnungsgemäß (progressive Systeme).
Schmierung von Maschinenkomponenten Visuelle Bestätigung der Schmierstoffabgabe an kritische Schmierstellen (sofern zugänglich und sicher zu beobachten).
Alarm-/Fehleranzeigen Auf dem Bedienfeld sind keine Schmiersystemalarme oder Fehlercodes vorhanden.

7. Leitfaden zur Fehlerbehebung

Symptom Wahrscheinliche Ursache Korrekturmaßnahme
Niedriger/kein Systemdruck Behälter leer/niedrig, verstopfter Ansaugfilter, Kavitation der Pumpe, interner Verschleiß der Pumpe, Überdruckventil klemmt offen, großes Leck in der Leitung. Behälter prüfen/auffüllen. Ansaugfilter austauschen. Bei Kavitation die Pumpe entlüften. Pumpe prüfen/erneuern. Überdruckventil prüfen/ersetzen. Leitungsleck lokalisieren und reparieren.
Übermäßiger Systemdruck Verstopfter Druckleitungsfilter, verstopfte Hauptleitung, Überdruckventil klemmt geschlossen, Schmierstoffviskosität zu hoch. Druckleitungsfilter austauschen. Lokalisieren und beseitigen Sie die Blockierung der Hauptleitung. Überdruckventil prüfen/ersetzen. Überprüfen Sie die korrekte Schmierstoffviskosität für die Betriebstemperatur.
Messgerät läuft nicht (progressiv) Verstopfte Zuleitung zum Gerät, interne Blockierung im Gerät, verschlissene interne Dichtungen im Gerät, unzureichender Systemdruck. Überprüfen Sie die Versorgungsleitung auf Knicke/Verstopfungen. Dosiergerät reinigen oder austauschen. Systemdruck prüfen.
Schmiermittel erreicht Lagerstelle nicht Verstopfte Nebenleitung, defektes Verteilergerät, Cross-Porting im Progressivsystem, falsche Schmierstoffmengeneinstellung. Nebenleitung löschen. Messgerät austauschen. Überprüfen Sie das Progressivverteilerventil auf interne Leckage/Querverbindungen. Dosiergerätleistung anpassen.
Sichtbare Lecks Lockere Anschlüsse, gerissene Leitungen, verschlissene Pumpenwellendichtung, beschädigte Dichtungen der Dosiervorrichtung. Ziehen Sie die Anschlüsse mit dem richtigen Drehmoment fest. Beschädigte Leitungen ersetzen. Pumpenwellendichtung austauschen. Defektes Messgerät austauschen/umbauen.
Pumpe macht übermäßige Geräusche Pumpenkavitation (Luft im Schmiermittel), verschlissene Pumpenlager, falsch ausgerichtete Kupplung, niedriger Schmiermittelstand, verstopfte Saugleitung. Entlüften Sie die Pumpe. Pumpenlager prüfen/ersetzen. Kupplung neu ausrichten. Behälter prüfen/auffüllen. Saugleitung/Filter reinigen.
Vorzeitiger Lagerausfall Unzureichende Schmierstoffförderung (Verstopfung, defektes Dosiergerät), falscher Schmierstoff, Schmierstoffverschmutzung, falsche Mengen-/Frequenzeinstellungen. Überprüfen Sie die Schmierstoffzufuhr zum Punkt. Führen Sie eine Schmierstoffanalyse durch. Passen Sie den Schmierplan/die Schmiermenge an. Verbessern Sie die Filterung.
Elektrischer Fehler (Pumpenmotor) Überlastung, Kurzschluss, Wackelkontakt, Motorwicklungsfehler. Überprüfen Sie die Stromaufnahme des Motors mit einem Multimeter. Überprüfen Sie die Verkabelung auf Beschädigungen/lose Verbindungen. Motorwicklungen testen. Konsultieren Sie einen Elektriker.

8. Empfohlener Wartungsplan

Aufgabe Häufigkeit Geschätzte Dauer Fähigkeitsniveau
Prüfung des Füllstands/Zustands des Behälters Täglich/wöchentlich 5-10 Min Betreiber/Techniker
Externe Systemleckprüfung Wöchentlich/monatlich 15-30 Min Betreiber/Techniker
Sichtprüfung der Pumpeneinheit und Leitung Monatlich 30-60 Min Techniker
Filteraustausch Vierteljährlich / alle 500–1000 Stunden (oder je nach Druckdifferenz) 30-45 Min Techniker
Überprüfung des Systemdrucks Vierteljährlich / alle 1000 Stunden 15-20 Min Techniker
Zyklus-/Ausgabeüberprüfung des Messgeräts Halbjährlich / alle 2000 Stunden 1-2 Std Leitender Techniker
Schmierstoffanalyse (Öl) Jährlich / alle 4000 Stunden N/A (Probenentnahme 15 Min.) Techniker
Systemreinigung und vollständige Spülung Alle 2–3 Jahre / 8.000–12.000 Stunden (oder nach Bedarf basierend auf der Analyse) 4-8 Std Leitender Techniker
Überholung/Umbau der Pumpe Alle 5 Jahre / 20.000 Stunden (oder je nach Leistung) 8-16 Std Spezialisierter Techniker

9. Ersatzteilreferenz

Teilebeschreibung Typische Spezifikation UNITEC-Kategorie
Schmierpumpenelement (Kolben/Zahnrad) Durchflussrate: 0,1–0,5 l/min (0,026–0,13 GPM), maximaler Druck: 300 bar (4350 psi) Pumpen & Systeme
Druckleitungsfilterelement Filterung: 10 Mikrometer absolut, Medien: Mikroglas, ISO 16889-Konformität Filtration
Saugsieb/Filter Filterung: 60–120 Mesh (250–125 Mikron), Material: Edelstahl Filtration
Druckentlastungsventilkartusche Einstellbarer Bereich: 50–350 bar (725–5075 psi), Anschluss: G1/4 Zoll oder 1/4 Zoll NPT Ventile und Steuerungen
Progressiver Verteilerventilabschnitt Fördervolumen: 0,1–0,5 cm³/Hub, Material: Verzinkter Stahl Messgeräte
Einleitungsinjektor (einstellbar) Ausgangsvolumen: 0,05–0,3 cm³, maximaler Druck: 250 bar (3625 psi), Anschluss: M8x1 Messgeräte
Hochdruckschmierschlauch Material: Nahtloser Stahl (ST37.4), Außendurchmesser: 6 mm (1/4 Zoll), Wand: 1 mm (0,04 Zoll), maximaler Druck: 400 bar (5800 psi) Schläuche und Schläuche
Klemmverschraubungen (Rohr zu NPT) Material: Messing/Edelstahl, Größe: 6 mm bis 1/4 Zoll NPT Armaturen und Adapter
Reservoir-Entlüftungskappe Filterung: 5 Mikron, Anschluss: 1/2" NPT, Durchflussrate: 100 l/min Reservoirzubehör
Sensor für niedrigen Füllstand Typ: Schwimmerschalter, Ausgang: Schließer/Öffner, Anschluss: M12 Sensoren und Schalter
Druckschalter Einstellbarer Sollwert: 100–300 bar (1450–4350 psi), Hysterese: 10 %, Schutzart IP65 Sensoren und Schalter

Eine umfassende Auswahl an Original-OEM- und hochwertigen Aftermarket-Komponenten finden Sie im UNITEC-D-E-Katalog.

10. Referenzen

  • ANSI/ASME B107.14 – Drehmomentwerkzeuge
  • OSHA 29 CFR 1910.147 – Die Kontrolle gefährlicher Energie (Lockout/Tagout)
  • NFPA 70E – Standard für elektrische Sicherheit am Arbeitsplatz
  • ANSI Z87.1 – Persönliche Augen- und Gesichtsschutzgeräte für Beruf und Ausbildung
  • ASTM F2413 – Standardspezifikation für Leistungsanforderungen für schützende (Sicherheits-)Zehenkappenschuhe
  • ASME B31.1 – Stromleitungen
  • ASME B31.3 – Prozessrohrleitungen
  • ISO 4406:1999 – Hydraulische Fluidtechnik – Flüssigkeiten – Verfahren zur Kodierung des Verschmutzungsgrads durch feste Partikel
  • OEM-Systemhandbücher: Genaue Komponentenspezifikationen, Drehmomentwerte und systemspezifische Verfahren finden Sie in der spezifischen Herstellerdokumentation.

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