Wartungshandbuch für Förderbänder: Zentrierungseinstellung, Verbindungsinspektion, Spannungsmessung und Rollenaustausch

Technical analysis: Belt conveyor maintenance: tracking adjustment, splice inspection, belt tension measurement, and rol

Wartungshandbuch für Förderbänder

1. Geltungsbereich und Zweck

Dieser praktische Leitfaden richtet sich an qualifizierte Techniker und Wartungsingenieure, die für den Betrieb und die Wartung von Bandförderanlagen in industriellen Umgebungen verantwortlich sind. Es deckt kritische Aspekte der Wartung ab, wie z. B. die Einstellung der Bandzentrierung, die Inspektion von Verbindungen, das Messen und Einstellen der Bandspannung sowie den Austausch von Rollen.

Die regelmäßige Durchführung dieser Verfahren ist unerlässlich, um einen sicheren, effizienten und störungsfreien Betrieb der Förderanlagen zu gewährleisten, ungeplante Ausfallzeiten zu minimieren, die Betriebskosten zu senken und die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern. Es wird empfohlen, diese Arbeiten gemäß dem geplanten vorbeugenden Wartungsplan oder sofort durchzuführen, wenn Abweichungen am Förderband festgestellt werden.

2. Sicherheitsmaßnahmen

Die Durchführung von Wartungsarbeiten an Förderbändern ist aufgrund der beweglichen Teile, des hohen Gerätegewichts und der hohen Energie mit einem hohen Verletzungsrisiko verbunden. Die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen ist kritisch und zwingend.

  • VERRIEGELUNG / ANBRINGUNG VON WARNSCHILDERN (LOTO): Bevor mit Wartungsarbeiten am Förderband begonnen wird, ist es notwendig, dessen Antrieb vollständig abzuschalten und die beweglichen Mechanismen zu blockieren. Verwenden Sie standardmäßige LOTO-Verfahren (Lockout/Tagout) gemäß den internen Anweisungen des Unternehmens und den Anforderungen der DSTU EN ISO 14118. Stellen Sie sicher, dass die Energiequellen (elektrisch, hydraulisch, pneumatisch, Schwerkraft) vollständig getrennt und verriegelt sind.
  • PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG (PSA): Die Verwendung der folgenden PSA ist obligatorisch: Schutzbrille (DSTU EN 166), Schutzhandschuhe (entsprechend der Art der Arbeit: mechanisch, chemisch), Schutzschuhe (DSTU EN ISO 20345), Schutzhelm (DSTU EN 397) sowie Schutzkleidung, die keine losen Elemente enthält, die sich an beweglichen Teilen verfangen können.
  • ARBEIT IN DER HÖHE: Bei Arbeiten in der Höhe zertifizierte Sicherheitssysteme und persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz verwenden (DSTU EN 358, DSTU EN 361, DSTU EN 363).
  • BEWEGLICHE TEILE: Arbeiten Sie niemals in der Nähe beweglicher Teile des Förderers. Stellen Sie sicher, dass alle beweglichen Teile gestoppt und gesichert sind, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
  • STAUB UND MATERIALIEN: Sorgen Sie für ausreichende Belüftung und verwenden Sie Atemschutzgeräte (DSTU EN 149), wenn Sie mit losen Materialien arbeiten, die Staub bilden können. Vermeiden Sie das Einatmen von Staub.
  • THERMISCHE GEFAHREN: Fördererkomponenten (z. B. Lager, Motoren) können heiß sein. Tragen Sie beim Arbeiten mit heißen Oberflächen Thermohandschuhe.

3. Notwendige Werkzeuge und Materialien

Stellen Sie vor Arbeitsbeginn sicher, dass alle notwendigen Werkzeuge und Materialien vorhanden und funktionstüchtig sind.

Name des Werkzeugs/Materials Spezifikation/Bereich Menge
Satz Schraubenschlüssel Von 10 mm bis 36 mm 1 Satz
Drehmomentschlüssel Bereich 20-200 Nm, Schritt 1 Nm 1 Stk.
Maßband Länge 5-10 m, Genauigkeit ±1 mm 1 Stk.
Winkel/Lineal (Metall) Länge 1000 mm, Genauigkeit ±0,5 mm/m 1 Stk.
Gebäudeebene Länge 600 mm 1 Stk.
Marker (Kreide) Industriell, stabil 1 Stk.
IR-Thermometer Bereich -50 °C bis +500 °C, Genauigkeit ±1,5 °C 1 Stk.
Ständer zum Messen der Bandspannung Gemäß den Empfehlungen des Förderbandherstellers (z. B. zur Messung des Durchhangs oder der Spannung entlang der Länge) 1 Stk.
Hydraulischer/mechanischer Wagenheber Tragfähigkeit 5-10 Tonnen (zum Heben von Förderstrecken) 1-2 Stk.
Lagerersatzsatz Entferner, Dorne 1 Satz
Ersatzrollen Gemäß der Spezifikation des Förderers Menge nach Bedarf
Montagewerkzeug für Bandverbindungen Je nach Art der Verbindungen (mechanische Schlösser, Vulkanisierungsausrüstung – falls vorhanden) 1 Satz
Oberflächenreiniger Industriell, schnell trocknend 1 Ballon
Schmiermittel für Lager Lithiumfett NLGI 2, gemäß Herstellerempfehlung 1 Kartusche/Röhre
Servietten, Lumpen Industriell Nach Bedarf

4. Checkliste vor der Veröffentlichung

Führen Sie Sichtprüfungen und Kontrollen durch, bevor Sie mit der detaillierten Wartung beginnen.

Element Überprüfung Annahme-/Ablehnungskriterien Notizen
Allgemeine Sicherheit Ausschaltprüfung (LOTO) Alle Energiequellen sind abgeklemmt und blockiert, Warnschilder sind angebracht. Unbedingt.
Zugangszonen Überprüfen Sie die Sauberkeit und das Fehlen von Hindernissen Der Zugang zu den Arbeitsbereichen ist kostenlos und sicher.
Förderband Visuelle Inspektion der Bandoberfläche Keine tiefen Schnitte, Risse, Einstiche, übermäßiger Verschleiß, Delaminierung. Kleinere Oberflächenfehler sind akzeptabel.
Überprüfung der Kanten des Bandes Keine Rissbildung, Delaminierung, übermäßiger Abrieb, Reibungsschäden. Die Kante des Bandes ist eben, ohne Verformungen.
Bandverbindung (Spleiße) Visuelle Prüfung mechanischer Verbindungen oder Vulkanisationsnähte Fehlen hervorstehender Elemente, Beschädigung der Befestigungselemente, Delaminierung der Naht. Eine detaillierte Inspektion finden Sie in Abschnitt 5.2.
Rollen und Rollenstützen Sichtkontrolle aller Rollen (Trag-, Dreh-, Umlenkrollen) Alle Rollen drehen sich frei, kein Verklemmen, keine Oberflächenbeschädigung, kein Schlagen. Überprüfen Sie die Rotation manuell.
Rollenlager Prüfung auf Anzeichen von Öllecks, Rost und übermäßigem Spiel Keine Undichtigkeiten und keine Nebengeräusche beim Drehen. Verwenden Sie ein IR-Thermometer, um eine Überhitzung zu erkennen.
Rollenstützen Prüfung auf Verformungen, Risse und Zuverlässigkeit der Befestigung am Rahmen Harte Fixierung, kein Schaden.
Trommeln (antreiben, spannen, umlenken) Überblick über Trommelauskleidung Keine Abnutzung, kein Abblättern, keine Beschädigung des Futters. Eine verschlissene Unterlage führt dazu, dass das Band verrutscht und beschädigt wird.
Spannungsstation Übersicht über das Gegengewicht/Schraubenspanner Freie Bewegung, kein Einklemmen, keine Beschädigung. Der Mechanismus sollte sich reibungslos bewegen lassen.
Bandreiniger Übersicht Schaber Keine übermäßige Abnutzung, Beschädigung, korrekter Kontakt mit dem Band. Passen Sie den Abstand gemäß den Anweisungen an.

5. Schritt-für-Schritt-Anleitung

5.1. Zentrierung des Bandes prüfen und einstellen

Eine falsche Zentrierung des Bandes führt zum Verschleiß der Kanten, zur Beschädigung des Förderrahmens, zum Verschütten von Material und verkürzt die Lebensdauer des Bandes erheblich.

  1. Vorbereitung für die Inspektion:

    • Stromversorgung des Förderers ausschalten und LOTO-Verfahren durchführen. Dies ist für eine sichere Anzeige erforderlich.
    • Reinigen Sie das Band und die Rollen von eventuell an der Zentrierung haftendem Material.

  2. Erste Sichtprüfung (sorgfältig, unter Kontrolle):

    • Nach Erhalt der Genehmigung für eine kurze Strecke (kein Material) starten Sie das Förderband.
    • Beobachten Sie, wie sich das Band 5-10 Minuten lang bewegt. Achten Sie auf die Bereiche, in denen das Band von der Mitte weggeht.
    • Stellen Sie fest, ob das Band über seine gesamte Länge in eine Richtung verläuft oder ob es sich um ein lokalisiertes Problem handelt.
    • Häufiger Fehler: Falsche Identifizierung des Problembereichs. Beginnen Sie die Suche nach der Ursache immer vom Bereich, in dem das Band geladen wird, bis zum Ende des Förderers.
    • Schalten Sie den Strom wieder aus und machen Sie LOTO.

  3. Fehlersuche und -behebung:

    • Banddurchhang: Wenn der Riemen durchhängt, kann es zu ungleichmäßiger Interaktion mit den Rollen kommen. Überprüfen Sie die Spannung (siehe 5.3).
    • Anhaftendes Material: An Rollen oder Trommeln haftendes Material verändert seinen effektiven Durchmesser und führt zu einer Verschiebung des Bandes. Räumen Sie sie auf.
    • Ungleichmäßige Belastung: Überprüfen Sie den Zustand der Materialzuführungen auf einseitige Belastung.

  4. Einstellen der Zentrierung mithilfe von Rollenstützen:

    • Bestimmen Sie, in welche Richtung das Band läuft. Um das Band wieder in die Mitte zu bringen, müssen die Rollenträger seitlich entgegen der Bandlaufrichtung ausgelenkt werden.
    • Wenn sich das Band beispielsweise in Bewegungsrichtung nach rechts bewegt (auf dem oberen Ast), ist es notwendig, die Rolle (oder den gesamten Rollenträger) so zu verschieben, dass ihre Achse leicht nach links (in Richtung des Bandes) gedreht wird.
    • Lösen Sie die Rollenhalterungen mit Schraubenschlüsseln (normalerweise zwei Schrauben auf einer Seite).
    • Zur Anpassung um 2–3 mm verwenden Sie die Schrittverstellung. Verschieben Sie ein Ende des Rollenträgers um 2-3 mm.
    • Befestigungen der Rollenträger festziehen. Das empfohlene Anzugsdrehmoment für M16-Schrauben beträgt 120-150 Nm, für M20 - 200-250 Nm. Mit einem Drehmomentschlüssel prüfen.
    • Lassen Sie das Förderband noch einmal kurz laufen, um die Auswirkung der Einstellung zu beurteilen.
    • Häufiger Fehler: Überanpassung. Nehmen Sie immer kleine Änderungen vor und testen Sie das Ergebnis, bevor Sie weitere Anpassungen vornehmen.
    • Stellen Sie zuerst die Lagerrollen (oberer Zweig) und dann die Wenderollen (unterer Zweig) ein.

  5. Überprüfung der Zentrierung der Antriebs- und Spanntrommeln:

    • Überprüfen Sie mit einem Maßband und einem Winkel die Parallelität der Achsen der Trommeln und die Rechtwinkligkeit zur Achse des Förderers. Zulässige Abweichung von der Rechtwinkligkeit: nicht mehr als 1 mm pro 1 Meter Bandbreite.
    • Die Einstellung erfolgt durch Verschieben der Lagereinheiten der Trommeln. Dies ist ein komplizierteres Verfahren und erfordert Vorsicht.

  6. Optischer Indikator für die Korrektheit: Das Band liegt gleichmäßig in der Mitte des Förderrahmens, berührt nicht die Seitenbegrenzungen und Rollenstützen, die Kanten des Bandes werden nicht beschädigt. Die Bewegung des Bandes ist stabil und weist keine sichtbaren Schwingungen auf.

5.2. Inspektion von Bandverbindungen (Spleißen)

Die Bandverbindung ist eines der schwächsten Glieder des Förderers. Schäden daran können zu Riemenbrüchen und erheblichen Ausfallzeiten führen.

  1. Sicherheit:

    • Schalten Sie die Stromversorgung des Förderers aus und führen Sie LOTO-Vorgänge durch.
    • Sorgen Sie nach Möglichkeit für Zugang zur Spleißstelle von beiden Seiten des Bandes (oberer und unterer Abzweig).

  2. Sichtprüfung mechanischer Verbindungen (Schlösser):

    • Untersuchen Sie alle Metallelemente der Verbindung auf Korrosion, Risse, Verformungen, Biegungen.
    • Überprüfen Sie die Zuverlässigkeit der Befestigung aller Bolzen, Nieten oder anderer Elemente. Suchen Sie nach losen oder fehlenden Befestigungselementen.
    • Überprüfen Sie die Metallteile auf übermäßigen Verschleiß durch Reibung an Rollen oder Material. Zulässiger Verschleiß: nicht mehr als 20 % der ursprünglichen Metalldicke.
    • Überprüfen Sie die Enden des Bandes in der Nähe der Verbindungsstelle auf Delaminierung, Schnitte und Gummiabnutzung.
    • Messen Sie den Abstand zwischen den Bandenden an der Verbindungsstelle. Optimaler Spalt: 0,5–1,0 mm. Ein zu großer Spalt (>2 mm) weist auf eine schwache Verbindung hin.
    • Häufiger Fehler: Kleine Mängel ignorieren. Aus kleinen Schäden werden schnell große Schäden.

  3. Sichtprüfung der Vulkanisationsfugen:

    • Untersuchen Sie den gesamten Bereich der Naht auf Delamination, Risse, Blasen und Abblättern des Gummis.
    • Fühlen Sie die Naht und prüfen Sie ihre Elastizität und Gleichmäßigkeit. Die Naht sollte eine gleichmäßige Dicke des Bandes aufweisen.
    • Achten Sie auf eventuelle Ablösungserscheinungen an den Nahtkanten. Das Vorhandensein eines Spalts > 0,5 mm ist nicht akzeptabel.
    • Überprüfen Sie die Außenkanten der Naht auf Risse oder Austrocknung des Gummis.

  4. Maßnahmen bei festgestellten Mängeln:

    • Mechanische Verbindungen: Beschädigte oder fehlende Befestigungselemente ersetzen. Überprüfen Sie das Anzugsdrehmoment aller Schrauben. Bei starkem Verschleiß von Metallteilen oder Ablösung des Bandes im Bereich der Verbindung ist ein kompletter Austausch der Verbindung erforderlich.
    • Vulkanisierende Verbindungen: Wenn Delaminationen oder Risse länger als 50 mm festgestellt werden, empfiehlt es sich, die Vulkanisation zu reparieren oder die Verbindung komplett auszutauschen. Kleinere Risse können mit speziellen Reparaturmassen repariert werden.

  5. Visueller Indikator für die Korrektheit: Die Verbindung des Bandes erscheint homogen, ohne sichtbare Schäden, hervorstehende Elemente, Delaminationen oder Risse. Alle Befestigungselemente sind fest angezogen.

5.3. Messung der Bandspannung

Die richtige Riemenspannung ist entscheidend, um Schlupf, Vibrationen und übermäßigen Verschleiß des Riemens und der Komponenten zu verhindern. Die Spannung muss den Empfehlungen des Förderbandherstellers und der DSTU ISO 5048 entsprechen.

  1. Sicherheit:

    • Schalten Sie die Stromversorgung des Förderers aus und führen Sie LOTO-Vorgänge durch.
    • Stellen Sie sicher, dass die Spannstation gegen unbeabsichtigtes Betätigen gesichert ist (bei Gegengewichtssystemen).

  2. Vorbereitung:

    • Reinigen Sie das Klebeband und die Rollen von anhaftendem Material.
    • Wählen Sie einen Bereich zum Messen der Spannung, normalerweise am unteren (Schwenk-)Arm des Förderers, entfernt von den Trommeln und der Spannungsstation. Die Länge der gemessenen Fläche sollte mindestens 3-5 Meter betragen.

  3. Methode zur Durchhangmessung (für Förderer ohne spezielle Sensoren):

    • Messen Sie den Abstand zwischen den beiden Stützrollen am unteren Zweig (Spannweite L).
    • Befestigen Sie ein gerades Metalllineal oder spannen Sie eine Schnur zwischen den oberen Punkten dieser beiden Rollen.
    • Messen Sie den maximalen vertikalen Banddurchhang (h) in der Mitte der Spannweite von der Schnurlinie bis zur Oberseite des Bandes.
    • Berechnen Sie den Prozentsatz des Durchhangs: (h / L) * 100 %.
    • Gemeinsame Werte: Bei Gummigewebebändern beträgt der optimale Durchhang 1,5 % - 2,5 % der Länge der Spannweite. Für Stahldrahtbänder - 0,5 % - 1,0 %. Beachten Sie immer die Dokumentation des Herstellers.
    • Häufiger Fehler: Messen auf einer Fläche mit ungleichmäßiger Belastung oder anhaftendem Material.

  4. Methode zur Spannungsmessung mit Dehnungsmessstreifen oder Dynamometern (sofern vorhanden):

    • Verwenden Sie das vom Hersteller empfohlene Werkzeug (z. B. einen Dehnungsmessstreifen zur Bestimmung der Spannungskraft).
    • Messen Sie gemäß den Anweisungen des Werkzeug- und Förderbandherstellers.
    • Typische Spannungswerte können je nach Riemenbreite, Riementyp und Förderlänge zwischen einigen Kilonewton und mehreren zehn Kilonewton variieren.

  5. Spannungseinstellung (falls erforderlich):

    • Für Schraubenspannungsstationen: Lösen Sie die Kontermuttern und ziehen Sie die Einstellschrauben vorsichtig gleichmäßig auf beiden Seiten an bzw. lösen Sie sie, um die gewünschte Spannung zu erreichen. Stellen Sie die Einstellung in Schritten von nicht mehr als 1-2 Umdrehungen der Schraube auf einmal ein.
    • Für Gegengewicht-Spannstationen: Überprüfen Sie die Anzahl und Masse der Gegengewichte. Fügen Sie Gegengewichte hinzu oder entfernen Sie sie, um die Spannung anzupassen. Überprüfen Sie die freie Bewegung des Gegengewichts.
    • Häufiger Fehler: Ungleichmäßige Einstellung der Schraubenspannstation auf beiden Seiten, was zu einer Schiefstellung der Spanntrommel und damit zu einer Verschiebung des Bandes führt.

  6. Erneute Prüfung: Starten Sie nach der Einstellung das Förderband erneut (ohne Material) und wiederholen Sie die Spannungsmessung. Überprüfen Sie die Zentrierung des Bandes (siehe 5.1).

  7. Optischer Indikator für die Korrektheit: Das Band rutscht nicht auf der Antriebstrommel, es treten keine übermäßigen Vibrationen auf, das Durchhängen des Bandes am unteren Zweig liegt in akzeptablen Grenzen.

5.4. Austausch von Förderrollen

Abgenutzte oder verklemmte Rollen erzeugen einen erhöhten Widerstand gegen die Bandbewegung, erhöhen den Energieverbrauch, verursachen Bandschäden und können durch Überhitzung zu Entzündungen führen.

  1. Sicherheit:

    • Schalten Sie die Stromversorgung des Förderers aus und führen Sie LOTO-Vorgänge durch.
    • Stellen Sie sicher, dass alle beweglichen Teile verriegelt sind.
    • Beim Auswechseln von hoch gelegenen Rollen sichere Arbeitsplattformen und Absturzsicherungen verwenden.
    • ACHTUNG: Heiße Oberflächen! Festsitzende Wälzlager können sehr heiß sein (Temperatur kann 100°C überschreiten). Verwenden Sie Thermohandschuhe und ein IR-Thermometer, um die Temperatur vor dem Kontakt zu überprüfen.

  2. Erkennung defekter Rollen:

    • Bei der Vorstartkontrolle oder mit Hilfe eines IR-Thermometers werden Rollen mit erhöhter Erwärmung (> 50°C gegenüber der Umgebungstemperatur), Fremdgeräuschen (Knarzen, Schleifen) oder nicht rotierenden Rollen erkannt.
    • Überprüfen Sie die Oberfläche der Walze visuell auf Verformung, Verschleiß, tiefe Schnitte oder Abblättern der Gummibeschichtung (falls vorhanden).

  3. Demontage einer defekten Walze:

    • Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Walzenträgers, auf dem die Walze sitzt. Dies sind normalerweise zwei Schrauben auf jeder Seite.
    • Je nach Ausführung des Rollenträgers kann es erforderlich sein, den gesamten Träger oder nur die Rollenachse zu entfernen.
    • Entfernen Sie vorsichtig die beschädigte Walze. Im Falle einer Verklemmung können leichte Hammerschläge (durch die Dichtung) oder ein Abzieher erforderlich sein.
    • Häufiger Fehler: Gewaltsame Demontage ohne vorheriges Lösen der Befestigungselemente, wodurch der Förderrahmen beschädigt werden kann.

  4. Einbau einer neuen Walze:

    • Überprüfen Sie vor dem Einbau einer neuen Walze, dass diese sich frei dreht und keine Mängel aufweist.
    • Reinigen Sie die Sitze am Rollenträger von Schmutz und Rost.
    • Installieren Sie die neue Rolle in der Rollenhalterung. Stellen Sie sicher, dass es richtig installiert ist und sich frei drehen lässt.
    • Bringen Sie die Rollenhalterung an ihrem Platz an (falls sie entfernt wurde).
    • Richten Sie die Rolle/den Rollenträger so aus, dass sie senkrecht zur Bewegungsachse des Bandes steht (mit einem Winkel oder Maßband). Zulässige Abweichung: nicht mehr als 1 mm pro 1 Meter Bandbreite.
    • Ziehen Sie die Befestigungsschrauben mit einem Drehmomentschlüssel auf 120-150 Nm für M16-Schrauben bzw. 200-250 Nm für M20-Schrauben fest. Es ist wichtig, gleichmäßig festzuziehen.
    • Häufiger Fehler: Falsche Ausrichtung der neuen Rolle, wodurch sich das Band verschiebt.

  5. Schmierungsprüfung:

    • Wenn die Rollen über Schmiernippel verfügen, schmieren Sie die Lager gemäß den Anweisungen des Herstellers mit der empfohlenen Fettsorte (z. B. Lithiumfett NLGI 2). Um eine Beschädigung der Dichtungen zu vermeiden, pumpen Sie kein Öl.

  6. Optischer Indikator für die Korrektheit: Die neue Walze ist gleichmäßig eingebaut, sie dreht sich frei, es gibt keine Verzerrungen. Nach dem Start des Förderers läuft das Band ohne Verschiebung und ohne Fremdgeräusche darüber. Die Temperatur der Walze überschreitet nach der Arbeit die zulässigen Werte nicht.

6. Checkliste nach der Wartung

Nach Abschluss aller Wartungsarbeiten ist es notwendig, die Funktion des Förderers zu überprüfen.

Test Erwartetes Ergebnis Tatsächliches Ergebnis Bestanden/Nicht bestanden
LOTO-Auszahlung Alle Sperrvorrichtungen und Warnschilder werden entfernt.
Starten des Förderers ohne Last Reibungsloser Start, keine Nebengeräusche, Vibrationen.
Zentrieren des Bandes (visuell) Das Band bewegt sich gleichmäßig in der Mitte, berührt den Rahmen nicht.
Drehung der Rollen Alle Rollen drehen sich frei, ohne zu blockieren.
Wälzlagertemperatur Die Temperatur überschreitet nicht +50°C (bzw. +20°C über der Umgebungstemperatur)
Der Zustand der Bandverbindungen Die Verbindungen bleiben intakt, ohne sichtbare Mängel.
Starten des Förderers mit minimaler Last Stabiler Betrieb, kein Verrutschen des Bandes.
Notschalter prüfen Alle Notschalter funktionieren ordnungsgemäß.

7. Anleitung zur Fehlerbehebung

Symptom Wahrscheinliche Ursache Korrekturmaßnahme
Das Band bewegt sich ständig von der Mitte weg Falsche Einstellung der Rollenstützen; Schrägstellung der Trommeln; Anhaften von Material an Walzen/Trommeln; Beschädigung des Förderbandrahmens; ungleichmäßige Bandspannung. Führen Sie den Zentriereinstellungsvorgang (5.1) durch. Überprüfen Sie die Parallelität der Trommeln. saubere Walzen und Trommeln; Überprüfen Sie den Rahmen auf Beschädigungen. Spannung einstellen (5.3).
Rutschen des Bandes auf der Antriebstrommel Unzureichende Bandspannung; Verschleiß der Auskleidung der Antriebstrommel; Überlastung des Förderers; Feuchtigkeit/Öl gelangt auf die Trommel. Stellen Sie die Bandspannung ein (5.3); Überprüfen Sie die Trommelauskleidung und ersetzen Sie sie gegebenenfalls. die Belastung reduzieren; Reinigen Sie die Trommel und das Farbband.
Erhöhter Lärm oder Vibration Verklemmte oder beschädigte Rollen; verschlissene Trommellager; Fehlfunktion des Antriebsmechanismus; Bandschaden. Defekte Rollen (5.4) ersetzen; Trommellager prüfen und austauschen; Antriebsdiagnose durchführen; Überprüfen Sie das Band auf Beschädigungen.
Abblättern oder Beschädigung der Kanten des Klebebands Falsche Zentrierung des Bandes; Berühren des Rahmens oder der Strukturen; Schäden an Rollen; übermäßiger Verschleiß der Reinigungsmittel. Zentrierung des Bandes (5.1) einstellen; Überprüfen Sie die Lücken zwischen Klebeband und Rahmen. beschädigte Rollen ersetzen; Reinigungsmittel einstellen/austauschen.
Schäden an Bandverbindungen (Spleißen) Übermäßige Spannung; unsachgemäße Installation der Verbindung; Korrosion von Metallelementen; mechanischer Schaden. Anschlüsse (5.2) prüfen und reparieren/ersetzen; Prüfen Sie die Bandspannung (5.3); Verwenden Sie Schutzelemente gegen Korrosion.
Überhitzung der Walzen-/Trommellager Unzureichende oder ungeeignete Schmierung; Blockieren des Lagers; übermäßige Bandspannung; Lagerverschmutzung. Schmierstoff prüfen und nachfüllen/ersetzen; Ersetzen Sie das Lager. Bandspannung einstellen (5.3); Löschen Sie den Knoten.

8. Empfohlener Wartungsplan

Der Zeitplan ist indikativ und kann je nach Betriebsintensität, Materialart, Umgebungsbedingungen und Empfehlungen des Förderbandherstellers angepasst werden. Alle Arbeiten müssen der DSTU EN 15232 entsprechen.

Aufgabe Häufigkeit Geschätzte Dauer Qualifikationsniveau
Sichtprüfung des allgemeinen Zustands des Förderers Täglich / Wöchentlich 15-30 Min Betreiber / Techniker
Zentrierung des Bandes prüfen und einstellen Wöchentlich/monatlich 30-60 Min Techniker
Inspektion von Bandverbindungen (Spleißen) Monatlich/vierteljährlich 30-90 Min Techniker
Bandspannung messen und einstellen Monatlich/vierteljährlich 45-90 Min Techniker
Inspektion und Schmierung von Rollen-/Trommellagern Monatlich/vierteljährlich Hängt von der Anzahl der Rollen ab Techniker
Inspektion und Austausch verschlissener Rollen Vierteljährlich / Einmal alle sechs Monate 1-2 Stunden pro Video Techniker
Inspektion und Einstellung von Bandabstreifern Monatlich 20-40 Min Techniker
Umfassende Prüfung des Förderers Einmal alle sechs Monate / Jährlich 4-8 Stunden Servicetechniker

9. Ersatzteilverzeichnis

Die Verwendung von Original- oder zertifizierten Ersatzteilen ist eine Garantie für den zuverlässigen Betrieb der Förderanlagen und die Einhaltung der CE- und UkrSEPRO-Anforderungen. Bitte beziehen Sie sich zur Bestellung auf den UNITEC-D E-Katalog.

Beschreibung des Teils Typische Spezifikation Kategorie UNITEC
Förderrolle Durchmesser 89/108/133/159 mm, Länge 300-1500 mm, Lager 6204/6305, Stahl ST37 Förderrollen
Drehförderrolle (unterer Ast) Durchmesser 89/108 mm, Länge 300-1500 mm, Lager 6204/6305, Stahl ST37 Förderrollen
Eine Reihe mechanischer Bandverbindungen Für Bänder von 8-16 mm Dicke, Festigkeit bis 800 N/mm, Edelstahl Verbindungselemente
Lager für Rollen Kugel radial einreihig, 6204-2RS, 6305-2RS (hermetisch) Lager
Gummiauskleidung für Trommeln Dicke 10–15 mm, verschleißfester NBR-Gummi, mit Diamant-/Vierkantrillen Futtermaterialien
Klebebandreiniger-Schaber Polyurethan, Härte 90 Shore A, Breite 50-100 mm Klebebandreiniger
Schrauben und Muttern Hohe Festigkeit, Festigkeitsklasse 8.8 oder 10.9, verzinkt (M16, M20) Befestigung
Schmiermittel für Lager Lithiumfett NLGI 2, Temperaturbereich -30°C bis +120°C Schmierstoffe

Einzelheiten zu Ersatzteilen und Bestellung finden Sie in unserem UNITEC-D E-Katalog.

10. Links

  • DSTU EN ISO 14118:2016 Maschinensicherheit. Verhinderung eines unerwarteten Starts.
  • DSTU EN 166:2017 Mittel zum individuellen Augenschutz. Technische Bedingungen.
  • DSTU EN ISO 20345:2019 Persönliche Schutzausrüstung. Schutzschuhe.
  • DSTU EN 397:2017 Industrielle Schutzhelme.
  • DSTU EN 149:2019 Persönliche Schutzausrüstung für die Atmungsorgane. Filterhalbmasken zum Schutz vor Partikeln.
  • DSTU EN ISO 5048-1:2012 Förderbänder mit kontinuierlicher Wirkung für Schüttgüter. Teil 1: Allgemeine Berechnungs- und Bemessungsregeln.
  • DSTU EN 15232-1:2017 Energieeffizienz von Gebäuden. Die Auswirkungen von Gebäudeautomation, Gebäudemanagement und -steuerung. Teil 1: IT-Modul.
  • Anweisungen für Betrieb und Wartung des Förderbandherstellers.
  • Interne Standards des Unternehmens zum Arbeitsschutz.

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